Was ist ein Sortiment ?

Ein Sortiment ist die Gesamtheit der Waren & Dienstleistungen, die ein Händler zusammengestellt hat und dem Verbraucher zum verkauf anbietet. Es besteht aus verschiedenen Sorten, die zu Artikeln, Warenarten & Warengruppen zusammengefasst werden.

Begriffe zur Beschaffung ?

Produktion, Marketing, Verwaltung, Controlling, Arbeitskräfte, Betriebsmittel, Rechte, Kapital, Materialeinkauf, Informationen, Dienstleistungen, Immobilien

Was ist Beschaffung ?

Die Beschaffung beschreibt alle Objekte die benötigt werden um die Unternehmensziele zu erreichen. Es ist damit nicht nur der Materialeinkauf gemeint. Die Beschaffung bezieht deutlich mehr Objekte ein, wie zum Beispiel die Arbeitskräfte, das Kapital, Immobilien, Betriebsmittel, Dienstleistungen, Rechte aber auch Informationen. Für die Beschaffungen sind in den meisten Unternehmen viele Abteilungen zuständig.

Sortimentspolitik und Marketing

  • Ausrichtung des Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes
  • Um den Anforderungen gerecht zu werden wurden Marketingstrategien entwickelt, die sogenannten: 4 P’s: (Product, Place, Price, Promotion)
  • Produktpolitik enthält das Leistungsprogramm eines Unternehmens

Die Produktpolitik umfasst alle Entscheidungen, die im Zusammenhang mit den Eigenschaften des Produktes stehen. Zb. Produktfolio, Qualität, Service, Verpackung, Gestaltung von Dienstleistungen

Wichtigkeit der Sortimentspolitik

  • Von sehr hoher Bedeutung für den Handelsbetrieb
  • Ein Sortiment hat eine sehr hohe Anziehungskraft auf den Kunden
  • Hoher Einfluss auf den Umsatz
  • Häufig hohe Kapitalerträge in den Warenbeständen gebunden
  • Auch Category Management

Schwerpunkte in Sortimenten

  • Kernsortiment (Haupttätigkeit des Unternehmens, bringt überwiegenden Teil des Umsatzes)
  • Randsortiment (Abrundung des Kernsortiments, geringer Umsatzanteil)
  • Zusatzsortiment (Ergänzen das Kernsortiment mit dem Ziel: One-Stop-Shopping)

Umfang eines Sortiments

Breites SortimentSchmales SortimentTiefes SortimentFlaches Sortiment
Mehrere unterschiedliche WarengruppenNur wenige WarengruppenInnerhalb der Warengruppe viele Artikel mit unterschiedlichen AusprägungenWenige Artikel innerhalb der Warengruppe

NOS Artikel

Standartartikel: “never out of stock” sind immer auf Lager

Kunden können sich darauf verlassen, dass diese immer verfügbar sind.

Kundendienstleistungen

  • Zusätzliche Dienstleistungen zur Hauptleistung (Stehen im Bezug zur Ware/Dienstleistung)
  • Produktberatung/-Information
  • Gebrauchsanleitungen
  • Aufstellen und Inbetriebnahme
  • Garantiegewährung
  • Reparaturservice
  • Inspektion & Wartung

Einflüsse auf die Sortimentspolitik

Das Unternehmen entscheidet anhand der Unternehmensvision, in welche Richtung sich das Sortiment orientiert.

Herkunfts- oder Stofforientiertes Sortiment (Material, Region, Branche, Beschaffungsmarkt)

vs.

Bedarfsorientiertes Sortiment (Bedarfsart, Bedarfsträger, Bedarfsanlass)

Sortiment wird begrenzt: durch Lagerfläche, Kapital, Mitbewerber

Der Größte Einfluss auf die Sortimentspolitik:

  • Der Kunde selbst mit seinen Bedürfnissen
  • Bei Änderungen des Bedarfs muss das Unternehmen reagieren

Kontrolle des Sortiments

  • Fehl und Nichtverkaufskontrolle (Fehlverkauf entsteht, wenn eine Ware die eigentlich im Sortiment vorhanden ist, zum Zeitpunkt der Kundennachfrage nicht auf Lager war, oder wenn Kunden eine Ware nachfragen welche nicht im Sortiment geführt wird)
  • Kurzfristige Erfolgsrechnung (Teilgebiet des Betrieblichen ReWe)

Sortimentsveränderungen wird notwendig

  • Sortimentsbereinigung (Elimination) = Wird aus dem Sortiment gestrichen, oder Umsatz/Kosten stehen zu keinem Verhältnis
  • Sortimentserweiterungen (Produktdifferenzierung) = Zusätzliche Produkte werden ins Sortiment aufgenommen oder bessere Bedürfnisbefriedigung bei dem Kunden

Sortimentserweiterungen, Produktdifferenzierung, Diversifikation

Horizontale DiversifikationVertikale DiversifikationLaterale Diversifikation
gleiche Wirtschaftsstufe
Sortiment wird breiter

Zb. LEH nimmt Blumen ins Sortiment mit auf
Vor-/Nachgelagerte Wirtschaftsstufe
Marktdurchdringung
Sortiment wird tiefer

Zb. Textilhandel kauf Wäscherei
keinen Zusammenhang
Händler stellt sich breiter auf

Zb. Textilhandel kauf Softwareunternehmen

Kundenerwartungen und Kundenfeedback

Zielgruppen definieren und identifizieren, über Feedback der Kunden, Soziale Medien oder Befragungen per E-Mail. Feedback in: Kommentaren, Chats oder Foren finden. Hilft Optimierungen abzuleiten und die Kundenorientierung wird stetig genauer.

Marketingstrategien nach Ansoff-Matrix

MarktentwicklungsstrategieDiversifikationsstrategie
MarktdurchdringungsstrategieProduktentwicklungsstrategie

Marktparzellierung (Marktsegmentierung)

  • Aufteilung eines Marktes in Teilmärkte
  • Einteilung in intern homogene, untereinander heterogene Untergruppen
Verhaltensorientiertpschografischgeografischsoziodemografisch
Hilft die Kunden spezifischer kennenzulernen

Onlinemarketingmaßnahmen mit Auswirkungen auf die Sortimentspolitik

Was nutzt dem Konsumenten die Marke ?

  • Qualitätssignal und Risikoreduktion
  • Orientierungshilfe und Informationseffizienz
  • Vermittlung eines Erlebniswertes
  • Selbstdarstellung

Methoden der Markenbildung

DisplaymarketingOnline-PR
Banner auf Websites
Ziel: Erhöhung des Bekanntheitsgrades
Nicht werbliche Form in Blogs, Foren oder Social-Media
Ziel: positives Image

Targeting

Dabei wird eine klare Zielgruppe bestimmt, an dieser orientieren sich alle Produkt- und Marktpolitische Entscheidungen. Neukunden, Stammkunden, ehemalige Kunden, Endkonsumenten (B2C), Unternehmen (B2B)